1 Day Nusa Penida: What to know – the Truth

12. November 2018

Nusa Penida ist ein Paradies. Die Ausblicke, die Natur, die Abgeschiedenheit und die Ruhe, sind ein Spektakel für sich. Meine einzige Empfehlung liegt darin die Insel, noch bevor der Massentourismus Fuß fasst, Nusa Penida zu erkunden. Aber bitte nicht mit einem Tagestour-Guide.

Blicke ich zurück auf meinen Bali Urlaub, muss ich lächeln von ganzen Herzen. Es war wundervoll durch und durch. Doch denke ich zurück an meinen Nusa Penida Trip, könnte ich weinen.

Dieser Post zeigt euch die wunderschöne Natur Nusa Penidas,  ein paar schöne Bilder, aber nicht die wundervolle Bilder wie ich sie erhofft habe. Dieser Tagesausflug war das Beispiel einer Negativ-Erfahrung.

 

Nusa Penida – das Highlight auf das ich mich wohl am meisten freute. Tausende Bilder auf Instagram, mit all‘ diesen Instagram Schönheiten und einer Natur zum Staunen machten mich erst so richtig heiß darauf der kleinen Insel einen Besuch abzustatten. Ich wollte sehen ob die Bilder der Realität entsprechen oder ob Lightroom und Co. hier wieder die meiste Arbeit geleistet haben. Was ich sagen kann? In echt ist es noch viel schöner und unglaublicher und es raubt einem den Atem.

Da wir nur Zeit hatten Nusa Penida für einen Tag zu besuchen, entschied ich mich für eine geführte Tagestour. Die Straßen auf Nusa-Penida sind nicht gerade erster Klasse und Feldwege in Deutschland gleichen Luxusstraßen. Nach langem Suchen und recherchieren entschieden wir uns für einen lokalen Anbieter und für die East Side Tour der Insel. Wir hatten wenig Zeit und wollten eben gezielt zu den jeweiligen Punkten gelangen, ohne von Schlaglöchern aufgehalten zu werden und somit Zeit zu verlieren. Aber unser Albtraum, um die ganze Sache noch etwas theatralische zu beschreiben, begann in dem Moment als wir auf Nusa Penida ankamen.

Die meisten Tagestouren beinhalten den Ferry-Transfer zur Insel, einem Lunch-Paket und dem Local Guide inklusive Fahrzeug der dich um die Insel führt. Der ganze Spaß kostet für balinesische Verhältnisse ein Schweinegeld, ganze 800K IDR. Dafür hat man aber keinen Stress vor Ort und muss sich in der Regel um nichts sorgen machen, eigentlich.

 

Tagestouren auf Nusa Penida gleichen einer Massenabfertigung, in einer Kolone von 15 Autos fährt man von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und wird wie in einer Fließbandfabrik abgearbeitet. Dabei ist anzumerken das die ganze Fahrt nicht gerade gemütlicher ist als mit einem Roller, man kommt nur deutlich schneller voran. Natürlich war uns bewusst das ein 1 Day Trip stressig wird und das waren wir auch bereit in Kauf zunehmen, auch den Faktor das man zu den Zeiten an den Ausblickspunkten sein wird, an denen alle dort sein werden.

Das Problem an unser Tagestour lag an unserem Guide, der uns von A nach B schleppte, meckerte wenn wir mal 3 Sekunden stehen blieben um die Aussicht zu genießen und uns quasi über die Insel zerrte. Ich meine Hallo, dürfen wir bitte mal atmen? Den Höhepunkt erreichten wir, als unser Guide uns verbal angriff und unhöflich wurde: Denn ich hätte kein Bestimmungsrecht. Ich dürfte nur da stehen und da sein wo er sagte dass ich sein dürfte, das war ja immerhin seine Tour und wir nur die Ollen die die Kohle haben. Als leidenschaftliche und ambitionierte Sammlerin schöner Augenblicke und Fotos, ein absolutes No-Go, vor allem, weil die Anzeige der Tour etwas von flexibler Gestaltung und Offenheit gegenüber dem Kunden schrieb. Hier hatte sich der Spaß von der Klippe des letzten Aussichtspunktes gestürzt.

Meinen Geduldsfaden verlor ich dann, als er mir meine Kamera aus der Hand riss mich zum „Instagram-Spot“ stellte, wie er ihn nannte, abdrückte und uns sagte: Erledigt, weiter gehts. Abgesehen davon das er fremdes Eigentum einfach so, ohne zu fragen oder ohne dass ich es ihm angeboten hätte, beanspruchte. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich es könnte nicht schlimmer werden, der Untergang der Titanic kam mir in diesem Moment lachhaft vor, denn ich war einfach nur entsetzlich enttäuscht und wütend. Als der Tag endete und wir nicht einmal einen netten Abschiedsfloskel unseres Guides hörten, sondern nur die Worte: So und jetzt Zahlen, war das wohl das gelungene Ende eines Tagesausflug mit ausgebeuteten Touristen in der Hauptrolle.

Diese Art Balinesen waren wir bis dahin nicht gewohnt, denn die sind die freundlichsten und zuvorkommendsten Menschen die ich kenne und ich bin auch weiterhin der Überzeugung, dass 99.9% der Balinesen nicht diesem Typ Mensch entsprechen.

Wieso ich nicht einfach eine Nusa Penida Tagesguide geschrieben habe mit Route und allem Drum und Dran? Es ist nicht alles Gold was glänzt und darum ist diese Erfahrung zu teilen auch so wichtig. Betrachte ich meine Bilder im Nachhinein wieder sehe ich die wunderschöne Natur und ärgere mich darüber, dass ich sie in diesem Moment habe nicht genießen können. Wir leben in einer Social-Media Welt die uns nur die schönen Seiten zeigt und auch ich liebe schöne Fotos, jedoch darf man nie vergessen, hinter jedem schönen Foto stecken 80 schlechte und manchmal spricht ein Bild eben nicht mehr als tausend Worte.

Ich möchte euch nicht abraten einen Nusa Penida 1 Day Trip zu machen, denn wir haben an dem Tag auch Gruppen und Guides gesehen, die das toll gemacht haben.

Was ich aber das nächste Mal anders machen werde, ich werde länger auf der Insel bleiben und mir Zeit nehmen und die Insel selbst erkunden, um die Freiheit wirklich spüren zu können. Jeder der ebenfalls Nusa Penida entspannt entdecken möchte, der sollte einen mehrtägigen Aufenthalt einplanen, denn die Insel ist es wirklich wert.

Unsere Route für die East-Side Tour:

  • Angels Billabong
  • Broken Beach
  • Kelingking
  • Crystal Bay

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